Landtagswahl NRW

Piraten entern weiteren Landtag

Die saarländische Piratenpartei freut sich über das gute Abschneiden ihrer Kollegen bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. “Die Freude bei den Saarpiraten ist riesig und wir gratulieren unseren zukünftigen NRW-Landtagsabgeordneten”, so die Landesvorsitzende und MdL im Saarland, Jasmin Maurer. Dass die SPD die Stimmenmehrheit bekommt, sei zu erwarten gewesen. Die hohen Verluste der CDU wundern die Piraten im Saarland nicht. Der CDU-Kandidat Röttgen habe stark den Eindruck vermittelt, kein besonderes Interesse an der Landespolitik zu haben. Die Strategie der FDP, mit einem Minimalwahlprogramm und dem Personenkult um Christian Lindner, über die eigenen inhaltlichen Schwächen hinwegzutäuschen, sei anscheinend aufgegangen und habe diese auf 8 % gehoben. Über den Nichteinzug der Linken äußerte sich Maurer süffisant: “In NRW gibt es für die Linke keinen Lafontaine-Bonus!”. Zufrieden zeigte man sich mit der Wahlbeteiligung und rechnet diese dem guten Wahlkampf und der Präsenz der Piraten an. Bei der vorgezogenen Landtagswahl im einwohnerstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen schafften die Piraten mit ca. 8% (nach der zweiten Hochrechnungen/ZDF) den Einzug in den Landtag. Nach dem Einzug in das Abgeordentenhaus in Berlin sowie in die Landtage im Saarland und Schleswig-Holstein, ist Nordrhein-Westfalen das vierte Bundesland, das die Piraten entern.

Ralf Petermann Pressesprecher Piratenpartei LV Saarland


Piraten fordern Transparenz bei Planung und Bau des ECE-Centers

Die Piratenpartei kritisiert die Vorgehensweise der Stadtverwaltung bezüglich der Bebauung des Enklerplatzes in Homburg mit einem ECE-Center für mehr als achtzig Geschäfte.

“Dies ist hat eine erhebliche Veränderung des Gesichtes der Stadt zur Folge. Damit sind Chancen und Risiken verbunden”, so Andreas Guckert, Kreisvorsitzender der Piraten im Saarpfalz-Kreis. Die Piratenpartei fordert aufgrund der Skepsis vieler Bürger gegenüber dem Projekt, dass alle Entscheidungen bezüglich Planung und Bau transparent und für die Bürger nachvollziehbar getroffen werden. Ein denkbarer Lösungsansatz ist eine Webseite, auf welcher der Entwicklungsprozess der Center-Ansiedlung vollständig dokumentiert wird.

Des Weiteren plädieren die Piraten für einen “Runden Tisch”. “Ein runder Tisch von Bürgern, Gewerbetreibenden, Projektentwicklern und Parteien könnte Vorbehalte entkräften und sinnvolle Vorschläge in das Projekt mit einfließen lassen”, so Guckert weiter. Die direkten Auswirkungen auf das Stadtzentrum wie z.B. Kaufkraftverteilung, Entwicklung von Verkehrsaufkommen und Parkplatzsituation sollten in einem unabhängigen Expertengutachten nochmals geprüft werden. Bei solchen Großprojekten sollten immer auch die Homburger Bürger in den Entscheidungsprozess mit einbezogen werden. Als wichtiger Schritt gelte es, so die Piraten, einen Masterplan zu erarbeiten, der festlegt, wo die Stadt und ihre Bürger in 10 Jahren stehen wollen.

Artikel der Piratenpartei Keisverband Saarpfalz


Piraten nehmen Stellung zum Koalitionsvertrag

Der Landesvorstand der Piratenpartei im Saarland nimmt Stellung zum vorgelegten Koalitionsvertrag der CDU, Landesverband Saar, und der SPD, Landesverband Saar, der am 03.05.2012 von beiden Parteien auf ihren jeweiligen Parteitagen angenommen wurde.
Die Piraten begrüßen, dass sich einige ihrer Forderungen im Koalitionsvertrag wiederfinden.
Für die Piratenpartei von besonderem Interesse ist der Abschnitt “Bürgerbeteiligung stärken”. Konkrete Vorschläge zur Umsetzung hiervon sind dem Vertrag leider nicht zu entnehmen.
 Erfreulicherweise wird die kommende neue Schulform Gemeinschaftsschule zur Entwicklung ihres pädagogischen Konzepts während der Einführungsphase Deputatstunden erhalten. Das Fehlen dieser hatten die Piraten auf ihrem programmatischen Parteitag in Dudweiler im Entwurf der Jamaikakoalition kritisiert.
Besonders freut es die Piraten, denen Bildung sehr am Herzen liegt, dass für die neue Landesregierung die Qualität der Arbeit in der Grundschule von “herausragender Bedeutung” ist. Die Piraten hoffen, dass sich das auch beim Lehrpersonal, der Ausstattung und Fördermitteln niederschlägt. Kritisieren müssen wir die unklaren Aussagen zur “Lehrerfeuerwehr”, die weiter ausgebaut werden soll. “Wir brauchen eine funktionierende und ausreichende Lehrerfeuerwehr, am besten an jedem Standort”, teilt der Pressesprecher und Mitglied der AG Bildung, Ralf Petermann, mit.
Auch ein weiteres Kernthema der Piratenpartei findet Erwähnung: der Breitband- und WLAN- Ausbau. Mit diesen Themen wurde schon Wahlkampf 2009 betrieben, ohne dass sich viel getan hätte. Das nördliche Saarland darf man hier gerne als Entwicklungsland bezeichnen.
Unzureichend sind die Pläne in den Bereichen der Wirtschafts- und Sozialpolitik, die als Kernkompetenzen der beiden Koalitionspartner gelten. Nach der unglücklichen Trennung von Wirtschaftspolitik und Forschung in “Superministerium” und Staatskanzlei aus machttaktischen Erwägungen, zeigt der Koalitionsvertrag keine Perspektive für die saarländische Wirtschaft in einer sich immer schneller ändernden, globalisierten Welt auf. Stattdessen hat man den Eindruck, dass die Regierung auch weiterhin nicht gestalterisch tätig sein will, sondern auf die äußeren Umstände reagiert. Ähnlich düster sieht es bei den Mindestlöhnen aus: Der Koalitionsvertrag hält fest, dass man sich nicht einigen konnte – die SPD konnte sich mit der Kernforderung zur Eindämmung von Niedriglohnspiralen nicht durchsetzen. Eine Bundesratsinitiative des Saarlandes wird es nicht geben, das Unterstützen einer von anderen eingebrachten Initiative kann, muss aber nicht erfolgen. Ebenso zaghaft sind die Beschlüsse in Richtung Leiharbeit: Ernsthafte Verbesserungen für die Betroffenen sind nicht zu erwarten.
In einer Gesellschaft, die einem größer werdenden Teil der Bevölkerung keine regelmäßige Erwerbsarbeit mehr bieten kann, wirkt der Satz “Arbeit [...] ist Grundlage eines selbstbestimmten und menschenwürdigen Lebens” zynisch und unangemessen. Es zeigt sich, dass die Koalitionäre dem Traum der Vollbeschäftigung anhängen, zur Not auch über prekäre Beschäftigungsverhältnisse, anstatt alternative Lösungen zu entwickeln.
“Schlecht anzusehen ist der Koalitionsvertrag an vielen Einzelstellen nicht, doch Papier ist bekanntlich geduldig und hat so manche Legislaturperiode überdauert. Man muss die neue Landesregierung an ihren Taten messen und keinesfalls diesem Pamphlet einen Stellenwert beimessen, der nicht gegeben ist.”, sagt der stellvertretende Landesvorsitzende Thomas Brück.
Ralf Petermann
Pressesprecher Piratenpartei LV Saarland
presse@piratenpartei-saarland.de
Tel: 06854 – 92185  Fax: 06854 – 6479

Saarpiraten in Neumünster

Auch aus dem Saarland besuchten einige Piraten, unter ihnen die Landtagsabgeordneten Michael Hilberer und Andreas Augustin, sowie der stellvertretende Landesvorsitzende Thomas Brück, den Bundesparteitag der Piratenpartei Deutschland in Neumünster.
An dem anstrengendem, aber dennoch zufriedenstellendem Wochenende, traf man auch den Urvater der Piratenpartei Rickard Falkvinge. Er gründete am 1. Januar 2006 in Schweden die Piratpartiet und war vom Gründungstermin bis 1. Januar 2011 deren Vorsitzender.

Neumünster

Ralf Petermann
Pressesprecher Piratenpartei LV Saarland


Saarpiratenfraktion schreibt Stellen aus

Die Fraktion der Piratenpartei im Saarland hat folgende Stellen ausgeschrieben: Fraktionsgeschäftsführer, Pressereferent und Mitarbeiter der Geschäftsstelle – alle beliebigen Geschlechts. Anhand dieser Ausschreibungen möchte sich die Fraktion der Piraten vom üblichen saarländischem Filz, wie er jetzt anscheinend auch wieder bei der Besetzung des hochdotierten, jährlich 250.000 €, Toto-Chefs vorgesehen ist, distanzieren und wählte die anonyme Bewerbung. Ein Verfahren, bei dem in der Bewerbung auf Fotos sowie Angaben wie den Namen, das Alter, das Geschlecht, die Herkunft oder den Familienstand verzichtet wird. Diese Form der Bewerbung wurde gerade erst in einem Pilotprojekt getestet und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat eine positive Bilanz des Projekts für anonymisierte  Bewerbungsverfahren gezogen.
Dabei haben vor allem Migranten und Frauen bessere Chancen auf ein Bewerbungsgespräch erhalten. Die Piratenpartei geht mit gutem Beispiel voran, setzt hier vor der Wahl Versprochenes direkt um und wünscht sich, dass die anderen Parteien und auch viele Firmen im Saarland diesem Beispiel folgen.
Interessierte können sich auf der Website der Fraktion informieren: http://www.piratenfraktion-saar.de
Ralf Petermann
Pressesprecher Piratenpartei LV Saarland
presse@piratenpartei-saarland.de
Tel: 06854 – 92185  Fax: 06854 – 6479