Die Piratenpartei Saarland empfindet den Zustand, dass viele Arbeitnehmer eine Entlohnung erhalten, die nicht einmal das Existenzminimum abdeckt, als menschenverachtend und diskriminierend. In einem hochentwickeltem Industrieland darf es nicht geschehen, dass geleistete Arbeit nicht ausreichend entlohnt wird. Wenn sich Lohn und Gehalt von Arbeitnehmern nicht mehr wesentlich von Sozialhilfesätzen unterscheiden, fehlt letztlich den Betroffenen jegliche Motivation. Ohne gesetzlich verpflichtenden Mindestlohn trägt der Sozialstaat eine zusätzlich finanzielle Last in Form einer versteckten Subvention. Der Staat zahlt nämlich für Vollzeit- Erwerbstätige den Differenzbetrag, wenn die Entlohnung geringer ausfällt als die vergleichbaren Zuwendungen für einen Hartz 4 Empfänger. Unternehmen, die Lohndumping betreiben, werden somit noch belohnt. Muss Kapitalismus gleichbedeutend mit Ausbeutung sein? Drohungen mit Massenentlassungen dürfen den Staat und die Regierung nicht dazu bringen, die Grundsätze eines Sozial- und Rechtsstaates zu ignorieren. Seriöse Firmen und verantwortungsbewusste Unternehmer wissen was Ihnen motivierte Mitarbeiter wert sind und werden sich nicht an solchen Erpressungsversuchen beteiligen. Die Piratenpartei Saarland wird sich nicht auf faule Kompromisse einlassen und für einen gesetzlich garantierten Mindestlohn kämpfen.
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Drohungen mit Massenentlassungen dürfen den Staat und die Regierung nicht davon abhalten, die Grundsätze eines Sozial- und Rechtsstaates zu ignorieren.
Böser FauxPas, bitte ändert diesen Passus.