Reformation der Leiharbeit

Dieses Positionpapier wurde am LPT 2012.1 zurückgezogen und durch einen  angenommenen Programmantrag zur Reform der Leiharbeit ersetzt.

Leiharbeit stellt für die Wirtschaft ein sinnvolles und notwendiges Instrument dar. In Zeiten mit erhöhten Aufträgen oder bei krankheitsbedingten Ausfällen der Stammbelegschaft sind Leiharbeiter unerlässlich, um reibungslose Arbeitsabläufe zu garantieren. Und gerade weil Leiharbeit so wichtig ist, sollten die Bedingungen für Leiharbeiter verbessert werden. Leiharbeit ist derzeit moderner Sklaven­handel – es gilt, die Arbeiter ordentlich zu entlohnen und ihnen erweiterte Rechte zuzusprechen.

 

Die Piratenpartei Deutschland, Landesverband Saarland, setzt sich für eine bessere Entlohnung der Leiharbeiter ein. Ferner sollen ihnen die gleichen Rechte eingeräumt werden, wie auch den fest angestellten. Leiharbeit ist unter den oben genannten Aspekten sinnvoll, doch es darf nicht sein, dass fest angestellte durch Leiharbeiter ersetzt werden.

 

Von Leiharbeitern wird oftmals eine enorme Flexibilität verlangt, welche von fest Angestellten nicht erwartet wird. Aus diesem Grund sollten Leiharbeiter nicht nur den gleichen Lohn wie fest Angestellte erhalten, sondern für ihre abverlangte Flexibilität mit einem Lohnzuschlag entschädigt werden. Sie dürfen nicht mehr als Druckmittel für die Stammbelegschaft angesehen werden.

 

Wir fordern deshalb, dass Leiharbeiter 10% mehr Lohn zu erhalten haben als fest angestellte der vergleichbarer Tätigkeit.

 

Quellen:
http://www.leiharbeit-abschaffen.de/
Landeswahlprogramm Ba-Wü 2011