Piraten werfen SPD und Commerçon reine Wahlkampf-Propaganda vor

Die Tatsache, dass sich Bildungsminister Commerçon und Wirtschaftsministerin Rehlinger nunmehr auch für eine eingeschränkte Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums unter bestimmten Bestimmungen aussprechen, sehen die Saar-Piraten als reine Wahlkampf-Propaganda auf Kosten der Schüler im Saarland an.

Lea Laux, Spitzenkandidatin für den Wahlkreis Saarlouis und Landesliste Platz 2, erläutert die Kritik am Schlingerkurs, den die SPD nun im Wahlkampf fährt: “Zwar ist es im Kern positiv, wenn sich nun endlich auch andere Parteien für eine Rückkehr zu G9 aussprechen. Allerdings ist das in diesem Fall nur der Versuch, Stimmen zu fangen, weil man merkt, dass Eltern nicht mehr an G8 festhalten wollen. Dabei verschweigt die SPD, dass ihr Bildungsminister Commerçon derjenige war, der das G8-System bis zuletzt verteidigt hat. Im Herbst 2016 warnte dieser sogar noch vor Kosten in Millionenhöhe, die durch eine Rückkehr zu G9 entstünden. Zum Start der Elterninitiative “G9 jetzt!” vertrat er außerdem die Meinung, dass es eine Rückkehr nicht brauche, weil ein neunjähriges Abitur bereits an Gemeinschaftsschulen möglich ist. Es ist absolut unglaubwürdig, wenn die SPD sich nun hinstellt und versucht, G9 zu vertreten, nachdem sie G8 lange genug verteidigt hat. Zwar wird diese Haltung mit dem Koalitionszwang begründet, allerdings sind die künftigen Koalitionen im Saarland immer noch unsicher. Im Fall einer erneuten Großen Koalition wird die SPD vermutlich wieder vor der CDU einknicken, die eine Rückkehr zu G9 bislang ausschließt. Ein entsprechender Antrag der Piratenfraktion im Landtag des Saarlandes für eine Rückkehr zu G9 wurde in dieser Legislaturperiode von allen Fraktionen abgelehnt. Der Vorschlag der SPD, bei dem jede Schule unter Bedingung der Genehmigung des Bildungsministeriums selbst entscheiden können soll, ob sie zu G9 zurückkehren will, ist zudem nicht zielführend. Denn das führt zu Problemen bei der Vergleichbarkeit der Abschlüsse nach acht und nach neun Jahren an Gymnasien. Und wenn jede Schule diese Entscheidung selbst treffen darf, kann es auch Schülern passieren, dass in ihrer Nähe überhaupt keine G9-Schule ist. Wir Piraten wollen nicht den Willen der Schule oder des Ministeriums in den Vordergrund stellen, sondern bestmögliche und gleiche Bildungsmöglichkeiten und -chancen im gesamten Land durch eine echte Rückkehr zu G9.”


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